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Kleinwalsertal

Was macht ein Fischkopp bei den Ösis?

Berge gab es für mich nur in der Schweiz. Dort sind sie schöner, größer und überhaupt! Nun haben aber vor ein paar Jahren unsere Hamburger Freunde ihre Zelte in Österreich aufgeschlagen. Besser: ihr Hüsle bezogen. Das Bergführerhüsle im Kleinwalsertal. Und nun haben wir beschlossen, sie in ihrer neuen Heimat zu besuchen. Voller Vorurteile (Berge und erst noch in Österreich - geht ja gar nicht!) machten wir uns auf den Weg.

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Für den, der es nicht weiß: Das Kleinwalsertal ist eine Sackgasse umgeben von den Walser Bergen. Eine reizvolle Sackgasse, zugegeben. Die Einfahrt liegt in Deutschland bei Oberstdorf. Oberstdorf ist auch der nächste größere Ort. Das Bergführerhüsle liegt in Mittelberg - das vorletzte Dorf im Tal und auf 1215 m.

Mimi und Hubi, unsere Freunde, haben sich ein schönes altes Walserhaus für ihre Pension ausgesucht. Habe ich das noch nicht erwähnt? Im Bergführerhüsle kann man 5 komfortable, neu renovierte Ferienwohnungen buchen. Alle mit Balkon. Da wir natürlich unseren Murphy mitgenommen haben, residieren wir in der Hundewohnung Enzian. Für uns 3 gerade richtig! Ruhig ist es hier. Von der Straße, die oberhalb des Hauses liegt, hört man kaum etwas. Gut so, denn meine eingefleischten Landeierohren reagieren nachts sehr empfindlich auf Autogeräusche.

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Im wilden, naturbelassenen Garten werden wir von einem weiteren Bewohner begrüßt: Happy der kleine Wuschelhund (vergesse immer, welche Rasse). Happy und Murphy kennen sich schon und pinkeln gleich um die Wette. Bald versammelt sich die ganze Kosmis-Familie im Garten: Mimi, Hubi und die beiden Kinder Luke und Lucy. Während wir das erste Willkommensbier schlürfen, lernt unser Goldie in der Küche auf der Suche nach Futter das jüngste Familienmitglied kennen: Sally, eine norwegische Waldkatze. Mit eingeklemmter Rute rast er in den sicheren Garten, während Sally auf den Küchenschrank flüchtet.

Unterhalb des Hauses liegt die Breitach, ein ziemlich breiter Bergbach. Dorthin führen uns die beiden. Während Happy unserem Murphy die besten Kneippstellen zeigt, erfahren wir von Mimi, dass das Tal ursprünglich von Walsern, einem Völkchen aus dem Wallis, um 1270 besiedelt wurde. Ok, also eher eine Schweizer, als eine österreichische Enklave, oder? Mimis Wurzeln liegen übrigens im Kleinwalsertal. Ihre Großeltern lebten hier.

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Spät nachts sinke ich tiefenentspannt von der frischen Luft, den anregend lustigen Gesprächen und den zahlreichen Erfrischungen ins angenehm weiche Himmelbett und schlafe sofort ein.

Erster Eindruck: Hier fühle ich mich wohl, hier bin ich Zuhause! Und ich kann die beiden Fischköppe gut verstehen, dass sie die hektische Großstadt Hamburg gegen dieses urig idyllische Tal eingetauscht haben!

Im nächsten Bericht: Wandern im Kleinwalsertal.

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